Am vergangenen Wochenende trafen sich rund 90 Teilnehmer aus dem Landesverband Niedersachsen und dem Kreisverband Wesermarsch zu einem gesundheitspolitischen Kongress im Center Parcs Nordseeküste. Im Rahmen eines Niedersachsenrates diskutierten die JUler über die Möglichkeiten, die Gesundheitsvorsorge im ländlichen Raum zu erhalten. „Wir müssen festhalten, dass in einigen Teilen Niedersachsens die Gesundheitsvorsorge nicht mehr gewährleistet ist“ schlug dabei JU-Landeschef Tilman Kuban Alarm. Wenn nicht mehr jede Gemeinde einen Hausarzt vorhalte und bis zum nächsten Facharzt mehr als 100km Distanz liegen könne man nicht mehr von Daseinsvorsorge sprechen. In verschiedenen Foren diskutierten die Jungpolitiker mit Experten aus dem Landesapothekerverband (Herr Dr. Rolf Bruns), der Kassenärztlichen Vereinigung (Herr Thorsten Schmidt), dem Pflegebereich (Herr Alf Mülder) und den Kommunen (Landrat Thomas Brückmann) über die Herausforderungen der gesundheitlichen Vorsorge. Es wurde ein Positionspapier entwickelt mit dem Titel „Ärzte flexibler, Apotheker mobiler, Ausbildung attraktiver“ Die Beratung der Apotheker soll demnach auch telefonisch oder über das Internet erfolgen können, so dass ein persönliches Vorstellen in Apotheken nicht mehr zwingend sei. Weiterhin müsse die bewusst gewählte Verpflichtung im Studium später als Landarzt zu arbeiten durch Stipendien belohnt, der Start in die Selbstständigkeit erleichtert und der Zugang zum Medizinstudienplatz verbessert werden.

 

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